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Anderssein und das Schöne daran #5 Mehrwert 

31. Oktober 2017

Mit Erfahrungen, Gedanken und Haltung möchte ich den Begriff „Anderssein“ füllen und voller Begeisterung übergebe ich heute das Wort an die beeindruckende Theresia Friesinger.

 

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Was für ein Kompliment über das Anderssein!? Mein Sohn, fast 17 Jahre alt, kam gerade nach Hause. Ich fragte ihn:
Sag mir bitte, was du denkst, dass an mir anders ist. „Darüber könnte ich 7000 Seiten schreiben!“, antwortete er. Erst war ich fast etwas geschockt – so viel ist seiner Meinung nach an mir anders? Stimmt etwas mit mir nicht? Dann begann ich mich jedoch zu freuen, da ich ihm wirklich abkaufe, dass er so viele Seitenargumente über mich finden würde, um mein Anderssein als seine Mama zu beschreiben, auch wenn vielleicht nicht alles ausschließlich positiv wäre.

Wer hat diese Sätze nicht schon mal gehört? Jeder ist unterschiedlich. Jeder ist gleich. Jeder ist besonders. Jeder ist einmalig. Jeder ist anders. Und doch bringt uns das Anderssein manchmal auf die Palme. Wenn ich das Wort „ANDERS“ anders schüttele, dann kommt „RASEND“ heraus. Noch spannender ist das Wort „SEIN“. Schon erkannt? Es ist das bezaubernde Wort „EINS“.

Ja, wir können uns rasend machen lassen, durch das Anderssein, wir können aber auch EINS werden, wenn wir die Konflikte als Wertedifferenzen betrachten.

Diese Differenz könnten wir dann im besten Fall im Konsens oder im ebenso guten Fall im Mindestkompromiss klären. Hauptsache wir sind uns in einer Sache einig – oder wir sind uns einig, dass wir uns uneinig sind; dennoch mögen oder wertschätzen wir uns weiterhin. Wenn wir uns mögen, können wir gut in der Sache uneins sein; wenn wir uns jedoch nicht mögen, wird oft die Uneinigkeit auf der Beziehungsebene zum Schlachtfeld: „Ich mache ihn fertig, weil er mich fertig macht.“ Dann gibt es zwischen mir und dem anderen keine Erlaubnis mehr, anders zu sein.
Mobbing und Burnouts zeugen von dieser Nichtanerkennung des Andersseins.

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Warum sind wir so unzufrieden und frustriert, wenn wir uns auf der Beziehungsebene uneins sind?

Wir wollen auch deshalb immer „EINS“ werden, weil wir neurologisch-funktional alle miteinander auch im Anderssein verbunden sind. Wir gehen mit der Uneinigkeit des anderen in Resonanz und haben entweder empathischen Stress oder bei Einigkeit empathische Freude. Wenn jedoch die Beziehung in Gefahr ist, werden archaische Muster im Fürsorgesystem,
die für uns überlebenswichtig sind – wie Vertrauen, Liebe, Wertschätzung, Fürsorge u. a.  frustriert und unser Alarmsystem schlägt Alarm. Der Körper reagiert unbewusst von empathischem Stress bis Panikattacken.

Tania Singer, Plastizitätsforscherin am Max-Planck-Institut Leipzig und Mitautorin des interaktiven und multimedialen EBooks „Mitgefühl in Alltag und Forschung“, bestätigt dies zurzeit mit ihrer Mitgefühlsforschung. Wir sind uns ähnlicher, als wir denken und wir gehen stärker in Resonanz, als wir vermuten, auch wenn uns dies nicht immer bewusst ist. Allein schon die Beobachtung, dass jemand Stress hat, löst bei uns im limbischen System unbewusst Cortisol aus.

Wenn wir das wissen und sogar den Stress messen können, haben wir in unserem Anderssein eine hohe Verantwortung. Wie gehen wir bei Stress auf andere zu? Will ich, dass sie auch rasend werden oder will ich, dass wir uns eins werden?

Hirntechnisch sind wir altruistische und soziale Verbundenheitswesen und es würde es uns allen guttun, das Einssein mehr und mehr zu kultivieren.

Ich wohne in einem „Dorf“ und ja, ich bin „einfach anders“ und das fällt natürlich mehr auf als in der Großstadt. Ich bin anders in dem Sinne, dass ich andere anders leben lasse. Schon in meiner Kindheit habe ich diesen Satz verinnerlicht: Leben und leben lassen.

Doch ist er immer machbar – auch für mich? Gleicht er nicht dem „Kategorischen Imperativ“ nach Immanuel Kant: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Mittlerweile denke ich, dass viele Menschen sich diese Maxime nicht zum Ziel nehmen, weil sie einem Irrtum unterlaufen. Sie denken das Anderssein anzuerkennen, das Gegenüber mit seinen Stärken und Schwächen wirklich zu sehen und anzuerkennen, sei viel zu anstrengend, also müssen wir dagegen sein. Sie denken, das sei wohl viel leichter zu ertragen.

Genau anders herum ist es der Fall. Die Anerkennung der Unterschiede befreit den Menschen von seinen Konditionierungen und negativen Reaktionsmustern und bringt viele Vorteile mit sich.

Wie können Menschen das Anderssein lernen und von den Vorteilen profitieren?

Wenn die Menschen nur wüssten, wie frei das Anderssein sein kann, dann würden sie es sofort tun – ohne Zögern. Wenn ich mir selbst das Anderssein erlaube, dann erlaube ich es auch den anderen und wir lernen voneinander. Nur würden wir das neue Andersparadies auch ertragen? Haben manche Menschen nicht ein Problem, wenn sie kein Problem mehr haben?

Die Psychologie hat das Wort „Problemsicherung“ dafür gewählt. Es ist sicher, dass das Problem bleibt, wenn wir es nicht anders machen WOLLEN. Es anders zu machen ist mit einem starken inneren WOLLEN verbunden. Will ich mich verändern? Ist es meine intrinsische Motivation mit der höchsten emotionalen Besetzung? Steckt in dem Wort Anderssein, nicht auch die Veränderung des Seins? Dieser starke Veränderungswunsch führte mich in meine eigene akzeptable emotionale Freiheit.

Emotionale Freiheit können wir durch die Anerkennung der Tatsache lernen, dass die Welt zwar heterogen ist, aber auch gleichzeitig homogen in ihrem globalen Fürsorgesystem und genau darin sind wir alle mit- und füreinander zuständig.

Wir brauchen einander – nicht nur in der Insidegruppe, sondern auch in der Outsidegruppe. Wir haben zwar schon eine globale Wirtschaft erschaffen, aber noch kein globales Mitgefühl. Genau das könnten wir lernen, beim Anderssein, indem wir Erfahrungen des Anderssein von klein auf den Kindern ermöglichen, indem wir reisen, indem wir uns mit anderen Kulturen und Ländern beschäftigen und indem wir unsere eigene Diskriminierungsbiografie reflektieren:

In welchen Bereichen haben wir rote Tücher? Aus welchen Mustern wollen wir uns selbst befreien? Welche Kompetenzen und Glaubenssätze benötigen wir, um die Unterschiede mehr und mehr anerkennen zu können?

Wir lernen es am schnellsten, indem wir beginnen, uns selbst anzunehmen und zu lieben, wie wir sind – und das geht nur über den Prozess der Selbstempathie.

Was fehlt mir noch an Bewusstsein oder Kompetenzen, um mich selbst anzunehmen und zu lieben zu können? Wer sich liebt, liebt das Leben und die anderen Menschen.

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Bild von Theresia Friesinger

Was sind die Vorteile meiner eigenen Veränderungseffekte?

Ich hatte einen starken negativen Glaubenssatz: „Ich komme zu kurz im Leben.“ Egal, was ich getan habe, es war nie genug. Ich war nie genug. Als Rumänen-Deutsche hatte ich in meiner Kindheit nicht genug „Bananen“ abbekommen. Mittlerweile lebe ich seit 10 Jahren meinen  neuen selbstwirksamen Glaubenssatz: „Ich liebe meine Selbstwirksamkeit.“ Seiher hatte ich nie wieder das Gefühl, zu kurz zu kommen, weil ich selbst für meine innere und äußere Fülle sorge. Mein zweitstärkster Glaubenssatz ist: ICH GENÜGE! Ich genüge für mich und für die Welt und ich genüge, auch wenn ich mal nicht genüge ;).
Das erleichtert und befreit das Leben um beinahe 100 %.

Dadurch hat sich einiges verändert. Ich habe binnen kürzester Zeit meine Leitungsposition verlassen und bin in die Selbständigkeit, um mich selbst zu leiten.

Ich liebe, was ich tue. Ich tue, das was ich tue, weil es meine tiefste Überzeugung ist. Es ist meine Berufung, Menschen bei ihrer Ausbildung und Entwicklung des Selbstempathieprozesses zu unterstützen und ihnen zu zeigen, WIE Veränderung mit Begeisterung möglich ist. Trotz des hohen Einsatzes für andere, sorge ich immer rechtzeitig für mich und sauge nicht von der Energie anderer. Ich bin selbstverantwortlich, selbstverzeihend, sinnstiftend, selbstwirksam und selbstwertschätzend und brauche keine Beleidigungen, kein Schmollen und keine Manipulationen.

Ich habe Milde für mich, wenn nicht alles nach Plan läuft, denn ich liebe Fehler und bin der Überzeugung, dass Fehler zuzulassen, frei macht. Ich gönne mir Pausen, gute Gespräche und vertrete meine individuellen und meine gemeinschaftlichen Werte mit ruhigem Herzen – in Klein- und Großgruppen. Ich weiß, was ich wert bin und was ich kann, ohne mich zu erhöhen. Ich bin einfach ich.

Ich gehe in den Selbstvergleich, doch niemals in Konkurrenz. Neid kenne ich nicht, weil ich meine Selbstwirksamkeit liebe. Ich hatte einen Bildungsneid, der schon nach kurzer Zeit mit meinem neuen Selbstwirksamkeitsglaubenssatz sich in Luft auflöste. Ich teile liebend gerne mein Wissen mit anderen.

Ich lehre deutschlandweit Selbstempathie und Empathie und sollte ich heute sterben, weiß ich, dass ich sinn- und selbstwirksam war und ich habe die Gewissheit und das tiefe Vertrauen in mir, dass vieles in meinem Sinne, von Menschen die mir nahe stehen, weitergetragen und weiterwirken wird.

Will ich mehr? Ja, aber nicht mit Druck, sondern mit Vorfreude in Bezug auf alles, was ich noch in mein Leben einladen werde. Durch meine Veränderung lade ich immer mehr empathische Menschen in mein Leben ein und wir bilden mittlerweile eine „kämpferische Masse“ für die Empathie.

„Wir müssen für die Empathie im Kampf bleiben“ ist mit die letzte Aussage des Empathieforschers Arno Gruen, der damit meinte, dass eine empathische Minderheit sich gegenüber Unempathen vor lauter Empathie nicht ducken sollen, sondern sich standhaft positionieren und zeigen.

Hätte ich das alles ohne meine reizvolle Veränderung? Nein! Mit 16 Jahren war ich schüchtern und hätte mich nie getraut
vor Großgruppen frei zu reden. Noch mit 38 war meine Amygdala in Daueralarm, wenn ich vor Menschen reden musste.
Heute kann ich 8 Stunden ohne Punkt und Komma frei reden. Es geht, wenn du anfängst zu gehen, umzudenken …

Das Gefühlsgedächtnis ist plastisch, d. h. im positiven Sinne korrigierbar.

Es gibt viele Methoden, wie diese Korrektur gelingen kann. Jeder kann, in seiner Geschwindigkeit durch Reflexion, Bewusstheit und über eine verbundene Präsenz lernen seine unstimmigen Diskrepanzgefühle (ich fühle mich im Recht, missachtet, nicht geliebt …) in stimmige (Traurigkeit, Angst, Schmerz …) und positive Diskrepanzgefühle zu überführen.

Jeder kann lernen, seine eigene Selbstberuhigungs-kompetenz auszubauen. Ein „Baloo-Gefühl“ zu entwickeln – auch in Stresssituationen – macht Situationen anders und frei.

Wie kann das Anderssein gelingen?

Sich gedankliche Unperfektheit erlauben, ist Anderssein.

Ich bin nicht perfekt – nein, ich bin perfekt unperfekt und ich lenke stets mein Ziel zu diesem beinah unerreichbaren Inklusionsstern, der immer noch heißt: „Leben und leben lassen.“

In unglaublich vielen Momenten meines Lebens spüre ich, wie befreiend es ist, wenn es mir gelingt, das Anderssein der anderen, wie auch mein eigenes Anderssein, anzuerkennen. Es gelingt mir nicht immer, aber jedes Mal, wenn es mir gelingt, bin ich von mir selbst begeistert, so dass es mir dann von Mal zu Mal immer leichter fällt, die Gedanken und Meinungen der anderen sowie deren Andersmuster sein zu lassen und sie anzuerkennen, weil sie nicht in meiner Verantwortung liegen.

Wir haben nur eine Macht der Welt. Wir können den anderen nicht verändern, aber wir können uns selbst verändern und indem wir dies tun, passiert jeden Tag etwas ANDERES. Das pure SEIN wird anders empfunden.

Sei von deiner eigenen Veränderung begeistert, dann lernst du es am schnellsten.

Wie kann ich lernen anders zu reagieren?

Der erste Impuls ist oft unempathisch. Gönne dir bevor du reagierst eine oder mehrere empathische Schleifen. Atme in die Provokation und in das Gespräch hinein und höre nicht auf die Provokation, sondern höre welche positive Absicht hinter der Provokation steckt und benenne diese. „Das ist schwer“ sagen viele. Es ist nur so lange schwer, bis du bereit bist den Hirnmuskel dafür zu trainieren.

Trainiere deinen Return jeden Tag wie einen Muskel und du spürst förmlich, dass es immer leichter und leichter wird, besonders wenn du noch den Ernst etwas reduzierst und den Humor etwas erhöhst.

Im Leben kommt es nicht auf die Antwort des Gegenübers an, sondern auf deinen eigenen anders inszenierten, werte- und bedürfnisbewussten Return. Es ist leicht, den Fokus auf die Anerkennung, Bereicherung und Heraushebung der Unterschiede zu lenken, wenn wir es WOLLEN und nicht nur auf die Gemeinsamkeiten. Wir können lernen, stärker auf die eigenen
Werte zu achten und überzogene Verhaltensweisen anderer wiederum in eigene Werte zu übersetzen sowie die erlebten Frustrationen positiv zu kommunizieren. Wenn der andere dann immer noch nicht will, dann will er nicht.

Ich kann das Los- und Gehenlassen ebenso wie ein Muskel trainieren. Irgendwann habe ich ihn aufgebaut und es tut nicht mehr weh. Wenn mir die anderen, die nicht an meiner Entwicklung interessiert sind, keine Energie mehr rauben können, wieviel Energie bleibt mir dann endlich für mich selbst übrig?

Selbstempathie ist der Schlüssel zur Empathie für die Menschen, die uns lieben. Globale Empathie jedoch ist auch für die Menschen, die uns nicht lieben, jedoch „zwingen“ wir niemanden von uns zu lernen.

Durch das Anderssein, können wir Vorbild sein, aber auch Dinge SEIN lassen – loslassen, wenn der andere negativ auf das gespiegelte Vorbild reagiert.

Wer sein lässt, darf SEIN und hat beide Hände, sein Kopf und sein Herz wieder frei. Es ist wichtig, dennoch Türöffner zu bleiben, das ist alles, was wir tun können und das ist schon anders genug – mehr als wohl die Mehrheit der restlichen Bevölkerung.

Wie kann ich das Glück in mein Leben ziehen?

Über Glück gibt es haufenweise Bücher. Wir können sie alle lesen und es verändert sich nichts, wenn wir nicht den Glaubenssatz endlich beginnen zu glauben: „Ich habe aus tiefsten Herzen Glück verdient!“. Beschäftige dich einen Monat mit diesem Glaubenssatz. Was kannst du tun, damit du beginnst, ihn zu glauben? Wenn am Ende in etwa dieses gefühlte Gedankenglück sich herauskristallisiert: „Ich bin Glück, denn alles Glückspotenzial ist in mir!“, hast du es geschafft.

Nach der Positiven Psychologie können wir täglich trainieren, den Glücksquotienten zu steigern. Wir können uns ändern, ohne ständig in Bezug zu anderen zu gehen. Muss das Andere immer ein Bezug zum anderen haben? Geht das Anderssein nicht leichter in Kooperation? Fühle ich mich dann nicht mit meinem Anderssein viel leichter und kann noch besser mein Potenzial entfalten? Können wir durch das Anderssein der anderen nicht noch mehr das Weisheitspotenzial der Vielen potenzieren? Der andere darf sein, wie er will, mit all seinen Fehlern und Stärken.

Wir lernen voneinander füreinander.
Auch die Wörter „um-, von-, in-, mit- und füreinander“ haben die zwei Wörter „ander“s und s„ein“ miteingeschlossen.
Das Andere lebt in uns im Grunde schon viel länger als das viel später erwachte Sein. Andersein steht für die Synthese der Polarisationen und der Unterschiede.

Ich darf im Anderen SEIN. Der Andere ist mein Spiegel und ich bin der Spiegel des Anderen. Wenn ich den anderen anschaue, sehe, höre und fühle ich mich selbst.

Genau dieses Denken, wenn ich es trainiere, erfüllt mein Anderssein vollkommen aus. Mein Gehirn wird anders. Es denkt immer mehr im Schnitt 80 – 90 Prozent positiv und es gibt keinen Tag unter 60 Prozent. Ich habe entschieden, dass ich es so will. Das Anderssein ist eine Entscheidung. Ich scheide mich, von alten glückshinderlichen Glaubenssätzen und lasse trotz Ängsten oder Leiderfahrungen Neues in die Welt kommen.

Es ist meine Verantwortung, ob ich heute vielleicht sogar geschätzte 95 Prozent schaffe. Wie oft hast du schon heute negativ gedacht? Was genau willst du daran verändern?

Fange an, deine Gedanken aufzuschreiben und sie in lebensverbindend oder lebenstrennend einzuordnen. Lege dir ein Glaubenssatzbuch an. Überlege, wie du die lebenstrennenden in positive Gedankenmuster umwandeln kannst? Übe dich in Reframing – dazu gibt es viele Formate – informiere dich über das Anderssein. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die du nutzen kannst, wenn du lernen willst, anders sein zu wollen. 

Anders nicht im Sinne von: Ich hebe mich vom anderen ab, denn davon gibt es schon genug, sondern im Sinne von: Ich habe Daseinsberechtigung und der andere auch.

Wir koexistieren gleichwertig nebeneinander, ohne uns zu behindern. 

Wir können lernen, uns zu enthindern, wenn wir es wollen. Von Begegnung zu Begegnung kann es leichter und leichter werden, das Anderssein stehen zu lassen und Anderssein selbst zu leben.
Welche Kompetenzen, brauchst du noch, um genau dies zu lernen und zu können? Was GENAU willst du dafür tun? Auch das Wort „GENAU“ ist ein interessantes Schüttelwort: AUGEN. Habe ein Auge auf dich und auf deine Veränderung.

Fortsetzung folgt… 

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2 Comments

  • Reply M withan E 31. Oktober 2017 at 21:41

    Diese Worte kann ich voll und ganz mittragen. Ich habe vieles aus der buddhistischen Philosophie herausgelesen. Als Jugendlicher habe ich den Begriff „Selbstliebe“ fälschlicherweise immer mit „Narzissmus“ gleichgestellt. Da ich mich nun aber mit der buddhistischen Philosophie auseinandergesetzt habe, weiß ich, dass Selbstliebe, im Gegensatz zum Narzissmus, einfach nur GESUND ist und die Geundlage eines glücklichen Lebens darstellt. Wohingegen das andere nur krankhaft ist und zerstörerisch sein kann.
    Wenn man mit sich im Reinen ist, dann klappt’s auch mit den Nachbarn. 😉
    Und hier noch ein kleiner Beauty-Tipp für alle! Wer glücklich ist (und zwar grundsätzlich), der wirkt auch auf andere viel jünger.

  • Reply Andersein und das Schöne daran# 5 Mehrwert - Teil 2 - x-mal anders seinx-mal anders sein 7. November 2017 at 6:36

    […] Am letzen Dienstag übergab ich bereits das Wort an Theresia Friesinger. […]

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