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Mama’s Elexier – 10 Gründe für meinen Kaffeekonsum 

2. November 2017

Ich kann mich noch genau an die weiße Kaffeemaschine meiner Eltern erinnern. Ich kann mich an Kaffeetafeln bei Familienfeiern erinnern und an meine Oma, die immer Muckefuck getrunken hat. 

Erstmal einen Kaffee – ein Ausspruch, ein Gedanke, der so schon immer gelebt wurde. Morgens. Am Nachmittag bei der Heimkehr. Wenn die Familie zusammen kam. Wenn Aufgaben anstanden. Ich handhabe das natürlich auch oft so. Nur bereite ich mein Heißgetränk anders zu als früher. 

Seit ich Mutter bin, hat sich mein Kaffeekonsum geändert. Ging ich früher noch gerne zu Balzac, änderte sich das mit dem Tochterkind und den Herausforderungen, vor die sie uns stellte. 

Wir kauften eine Kaffeemühle. Die Filtermaschine flog raus. Die Bohnen wurden fairer, gleichmäßig gerösteter und gerne in kleinen Berliner Röstereien gekauft. Mit dem Kind in der Manduca waren das Freude bringende Ziele. 

Milchaufschäumer und anderes Equipment wurde angeschafft. Doch schlussendlich ist der Herdkocher das Gerät der Wahl und der Espresso die Basis. 

Daraus ergeben sich 10 gute Gründe für meine Leidenschaft. 

Ich trinke Kaffee…  

  • als Muntermacher, wenn die Nächte unruhig waren. 
  • zur Entspannung, als Auszeit, einfach so. 
  • gerne an schönen Orten, Café’s und mit Lektüre dazu. 
  • in netter Gesellschaft und plausche. 
  • , weil ich es immer noch faszinierend finde, dass ich beim Herdkocher unten das Wasser reingieße und oben der Espresso ankommt. 
  • , weil ich ihn nicht mit den Kindern teilen muss. Kaffee ist nur für mich. 
  • , weil es unglaublich beeindruckende Latteart- Bilder zusehen gibt und schöne Tassen. 
  • , weil der Geschmack und der Duft angenehme Assoziationen mit sich bringen. 
  • , weil der Ausspruch „Hinter einer guten Idee steckt eine nicht unwesentliche Menge Kaffee“ einfach passt. 
  • , weil Kaffee Kult ist und so viel mehr… 

Schaut hier das wunderbare Video, was anlässlich des Tages des Kaffees gemacht wurde. Von mir ist auch etwas dabei. Und fragt mich nicht, warum das Einbinden nicht funktioniert. 

https://youtu.be/665b8OhX0Ic

      Ich trinke Cappuccino, Latte, French Press mit Milch. Ich finde nicht, dass reiner 100% Arabica ein Garant für guten Geschmack ist. Ich schätze die Schoko-Note, die Robusta-Bohnen mit sich bringen. Und ich fotografiere gerne meine Tasse via @kaffeeindertasse

      Kaffee ist mein Mama Elexier. Meine Geheimwaffee. Meine Leidenschaft.

      Und was ist es bei dir? 

      Magst du Kaffee oder lieber Tee? 

      Anne

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      4 Comments

    • Reply Sarah Kroschel 2. November 2017 at 9:17

      Weder noch. Bei mir ist es der Kakao, der mir morgen einen angenehmeren Start in den Tag gibt ^^

      • Reply Anne 4. November 2017 at 10:51

        Auch eine Variante 🙃

    • Reply M withan E 3. November 2017 at 7:44

      Liebe Anne, das sind wirklich gute Gründe um Kaffee zu konsumieren. Was die Kaffeesorten und den Geschmack betrifft, hab ich doch noch einige Anmerkungen.

      Es ist richtig, dass Kaffee mit 100% Arabica nicht immer der Kracher ist. So ist auch mein Empfinden. Vor allem wenn man sich anschaut was da so alles in den Supermarktregalen steht. Zusammengepresste Turboröstungen, mit qualitativ gemischten Bohnen, Pflanzenresten und zu hohem Wasseranteil. In seltenen Fällen findet man doch was halbwegs brauchbares. Heutzutage setzen auch viele kleine Röstereien (ich kann hier jetzt nur für Berlin sprechen) auf fruchtige Kaffee’s. Das sind dann meist reine Arabicamischungen oder Single Origins (eine Sorte von der gleichen Plantage). Solche können z. B. Noten von Orange, Zitrone, Bergamotte, Waldbeeren (die einzige Fruchtnote die ich mag)… usw. haben. Diesen neuen Kaffeehype mag ich auch nicht besonders. Am besten eignen sich solche Kaffee’s als Filter bzw. Americano und French Press. Wird aus solchen Röstungen ein Espresso gezaubert, zieht’s mir alle Gesichtszüge zusammen (mit Ausnahme von Waldbeernoten).
      Der Grund für solch fruchtiger/saurer Kaffee’s, ist in erster Linie die Bohne (Anbaugebiet, Pflege, Züchtung). Wenn dann noch das Röstverfahren kurz ist (optimal: ca. 200 Grad 10 – 15 min Trommelröstung), entwickeln die Bohnen so auf natürliche Weise ihr Aroma.
      Bei den bereits beschriebenen Turboröstungen (im Schnitt 400 Grad Heißluft in ein paar Minuten) kann man nicht wirklich von angenehmen Aroma sprechen.

      Reine Arabicas, die länger und noch schonender geröstet wurden, entwickeln z. B. schokoladige, nussige, karamellige, … Noten. Es macht auch einen Unterschied, ob die Bohnen vor dem Rösten gewaschen (washed,monsooned) wurden. Monsooned bedeutet übrigens, dass die Bohnen ganz natürlich vom Monsoon-Regen gewaschen wurden. Diese Verfahren haben zur Folge, dass schon vor dem Röstvorgang Säure herausgewaschen wird und das macht sich später auch beim Geschmack bemerkbar.

      Robustabohnen enthalten zwar viel weniger Aromen, sind dafür aber die besseren Muntermacher. Robustas enthalten wenig Säure, viel Koffein und sind meist günstiger und geschmacklich unspektakulärer als Arabicas. Aber gerade deswegen auch angenehmer für einige im Geschmack. Hochwertige Robustas die ich schon mal Trank hatten auch karamellige, schokoladige und sogar Tabak Noten. „Tabak!?“, denken jetzt die meisten vielleicht. Aber ja, Tabak. Es gibt nur wenige solcher Röstungen, aber sie sind sehr interessant und man sollte sie mal probieren, wenn man die Möglichkeit hat.

      Abschließend hängt der Geschmack natürlich auch von der Zubereitung ab. Ist der Mahlgrad richtig (French Press (grob), Filter/Herdakanne (auch bekannt als Espressokocher, Moka, Caffettiera) (etwas feiner als French Press), Espresso (sehr fein), Mokka (z. B. türkischer, extrem fein). Stimmt ansonsten die Kaffemenge, wurde für Espresso mit genügend Druck das Kaffeemehl in den Siebträger gepresst (Tamping), Kaffee für die Moka wird nur glatt gestrichen nicht gepresst. Optimale Brühtemperatur liegt nebenbei etwas über 90 Grad.

      Der Kaffee der Moka wird nur als „Espresso für zu Hause“ bezeichnet, ist aber kein richtiger Espresso. Er schmeckt nur ähnlich intensiv und besitzt kaum Crema. Trotzdem ist diese Erfindung von Alfonso Bialetti genial.

      Espresso wird mit 9-10 Bar gebrüht. Zwar steht auf vielen Maschinen 15 Bar, aber das erreicht nur die Pumpe und kommt nicht bis zum Kaffee. Erst wenn das Wasser mit dem Kaffeepulver in Berührung kommt und den schwarz-braunen Nektar durchdrückt, werden (im Optimalfall) 9-10 Bar erreicht.

      Der letzte Punkt ist das Thema Milch. Ich empfehle für kräftigen rauchigen Kaffee fettarme Milch (1.5 %). Die Kombinationion harmoniert besser miteinander. Bei mittelkräftigen mit intensiven aber angenehmen Aromen (schokoladig, karamellig etc.) empfehle ich Vollmilch (ab 3,5 %). Vollmilch bringt solche Aromen noch stärker zur Geltung. Bei Pflanzenmilch rate ich zu hochwertigeren Sorten. Wenn man in einen Bio-Laden geht kann man kaum was falsch machen. Vieles was einen Normalpreis von weniger als 2 € hat ist nicht gut geeignet. Meiner Erfahrung nach, verbindet sich hier die aufgeschäumte Pflanzenmilch nicht so gut mit dem Kaffee und setzt sich teilweise wie ein Klumpen an der Oberfläche ab. Hier sagt also der Preis wirklich was über die Qualität aus. Besonders empfehlen kann ich hier Bio Sojamilch/drink mit Calcium, Hafer, Cashew und Mandel ungesüßt & ungeröstet.
      Bei fruchtigem bzw. saurem Kaffee empfehle ich keine Milch (siehe oben).

      Hier noch ein paar Tipps:

      Wurde der Kaffee schonend und lange geröstet und als Espresso (oder Ähnliches) zubereitet, enthält er weniger magenunfreundliche Gerbstoffe.

      Ich empfehle, Bohnen nicht mit Geräten zu mahlen, die ein Schlagmahlwerk haben. Diese Geräte klingen wie ein Rasenmäher, haben zwei Klingen, sehen aus wie ein kleiner Mixer und zerstören Aromen. Lieber eine Handmühle oder noch besser eine elektrische Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk nehmen.

      Ich bin kein Profi. Das hier sind alles nur Erfahrungswerte und Wissen, dass ich in den letzten Jahren aufgeschnappt habe bzw. in Erfahrung bringen konnte.

      LG

      PS: Die Italiener haben‘ s voll drauf.

      • Reply Anne 4. November 2017 at 10:53

        Vielen Dank für deine ausführliche Ergänzung bzw. für das Wissen, dass du mit uns teilst.
        Kaffee kann eben eine echte Leidenschaft werden.
        Viel Freude beim Trinken.
        Vg Anne

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