Lesezeit, Veranstaltung

BuchBerlin, BuchBerlinKIDS und Leseschiff – meine Messetage

29. November 2017

Bei „Buchmesse“ wandern die Gedanken schnell nach Leipzig oder Frankfurt. Doch auch in Berlin gibt es im November einen Ort, wo Werke gefeiert, präsentiert und gewürdigt werden.
Kleinere Verlage, Verlage und Editionen, die geründet wurden, um Herzensprojekte anzugehen, Autoren, die mit Leidenschaft Geschichten, Fantasien und Themen in geschriebene Worte umsetzten, Bücher, die Lücken füllen, Bücher, die Anliegen verfolgen, Bücher, die schön sind, und Menschen, die für ihre Ideen brennen… das macht die BuchBerlin aus.

Im Vergleich sind die zwei großen Buchmessen natürlich pompöser und spektakulärer. Und Raum und Potential für Entwicklung hat die BuchBerlin allemal.

Mir waren Frankfurt und Leipzig immer zu viel. Zu viele Menschen. Zu viel Gedränge. Zu viele Eindrücke. Hier in Berlin konnte ich mit mehr Ruhe für mich Buchschätze finden, plauschen, Kontakte knüpfen und Lesungen lauschen.

Ich hatte zwei interessante Messetage im Berliner Estrel.

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für Kinder, Leseförderung und Entdeckerspaß

Los ging es am Freitag, den 24.11.2017, mit der ersten BUCHBERLINkids. Die Idee entstand bestimmt durch das Vereinsziel Leseförderung für Kinder und Jugendliche.

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Am Vormittag waren dort Grundschulklassen eingeladen und so waren gut 600 Schüler unterwegs. Schauten, hörten Lesungen zu, filzten, klebten, zeichneten, lasen, sprachen mit den Leuten an den Kinderbuchständen, blätterten durch Bücher, besahen sich die Auslage, füllten Zettel der Schnitzeljagd aus, lachten, kreischten, flitzten…

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Ich lernte etwas über Haikus. Gedichte in 3 Zeilen.

Ein Haiku ist die Kunst den Moment anschaulich und mit wenigen Worten auszudrücken.

Wir wurden angelockt durch die gefalteten und auf schönem Papier gedruckten Infozettel. Ich unterhielt mich mit einer Frau von der „Deutschen Haiku- Gesellschaft“.  Total spannend.

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Als Pädagogin wollte ich mir das Treiben ansehen. Es hat mich irgendwie interessiert. Wir waren erst um 12 Uhr da, ließen die Eindrücke wirken und waren dann ziemlich froh, dass es eine Mittagspause zum Durchatmen gab. Der Sohnemann und ich gingen also nach knapp einer Stunde erstmal in ein Cafè am S-Bahnhof Sonnenallee und snackten bzw. ich trank Kaffee.

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Um 14 Uhr waren wir wieder da und lauschten einer Lesung. Elisa vom Carow Verlag las mit verschiedenen Stimmen und Bilderbuchkino aus „Timmi“. Fesselnd.

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Wir sahen uns die Stände an. Zum Beispiel vom Verlagshaus el Gato. Da bin ich bekennender Fan – Dank der BuchBerlin vor 2 Jahren. Dort fand ich das Buch von dem Sternenjungen.

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Hängen geblieben sind wir auch am Stand von „Berliner Kultur Gestalten„, wo man in ein Kinderlieder-Mitmach-Buch hören und blättern konnte.

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So wie Sari vom Heldenhaushalt mit ihren zwei Söhnen verfolgten der Sohnemann, der eigentlich erst gar nicht interessiert war, und ich einer Lesung mit Zaubershow. Die Leidenschaft und Freude des Herren war ihm anzusehen. Wir plauschten dann noch und snackten (wieder).

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Krümel und ich fanden das perfekte Buch für das Tochterkind. Er eigentlich das hübsche Bänkchen und ich das Buch. Ich bekam sogar ein Rezensionsexemplar. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

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Wir liefen noch einmal hierhin und dorthin. Schauten. Wie hier beim Stand von „Biber & Butzemann„. Dann gingen wir und holten Krümelie von einem Geburtstag ab. Abends wurde ausgiebig gelesen.

Könnt ihr erkennen, warum mich das Buch so angesprochen hat?

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Druckerzeugnisse, Lektüre, Lesestoff, Dichtung, Wortkunst und viel mehr  

Am Samstag und Sonntag wurden die Türen für die Vielfalt der Bücherwelt geöffnet.

Neben den Kinderbücherverlagen gab es an diesen zwei Tagen die Bereiche Fantasy, Liebe&Erotik, Belletristik und Queerbookfair. 20171125_085823.jpg

Manchmal ergeben sich Situationen, die nicht geplant sind, aber bereichernde Erfahrungen versprechen. Und so übernahm ich am Samstag eine helfende Aufgabe im Rahmen der Messe. Ich sollte das Leseschiff betreuen. Das Charterschiff MS LEX war vor dem Estrel festgemacht.

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Dort ging es mit Klaus Baumgart los. Er hat sich „Lauras Stern“ ausgedacht und unglaublich herzlich mit den Kindern gesprochen, erzählt, gelesen und wie beim „Wochenende in Bildern“ berichtet den wenigen Kindern CD’s geschenkt, als sie Fragen beantwortet hatten.

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Anschließend lernte ich die Autorin Claudia Mende und die Illustratorin Mele Brink kennen. Sie brachten „Tom und der Waldschrat“ mit. Davon gibt es nun Band 2.

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Als Nächstes belebte Luci van Org das Schiff. Sie brachte ein Opfer da, sang und beim Lesen sprühte aus ihren Worten unbeschreiblich viel Leidenschaft und Herzblut.

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Weiter ging es mit Karim Pieritz und seinem Werk. Im Vergleich zu der vorherigen Lesung änderte sich die Stimmung. Es wurde spannend.

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Als sich meine Kinder mit ihrem Papa verabschieden wollen, blieben sie noch, weil es Zeit war für die szenische  Lesung von Claudia Satory-Jansen.

Sie brachte Requisiten mit und eine Mit-Mach-Geschichte. Es ging um die Umwelt und Mülltrennung. Wundervoll gemacht.

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Dann ist Themenwechesel. „Giftmorde“ stand auf dem Programm und Martina Arnold hat eine Stimme und Leseart, der ich gerne lauschte. Und erschreckend und kurzweilig war es auch.

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Weiter ging es mit Martin Krist und seinem Thriller. Ich horchte auf als ich Spandau hörte…

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Die Dämmerung hatte eingesetzt bzw. dunkel war es geworden. Julia Dibbern und Uwe K. Alexi lasen aus ihren Büchern. Mein Bedarf an Thrillern war gedeckt, aber auch ihnen merkte man die Liebe zum Lesen und ihren Werken an.

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Da ich meine Aufgabe als Zeitwächterin und Ansprechpartnerin erldigt sah, huschte ich bevor die letzte Lesung an diesem Tag begann, vom Schiff und streifte durch die Standreihen. Ich hatte sogar das Foto von Uwe Wittenfeld und seinem Thriller vergessen, weil ich so voller Geschichten und Eindrücken war. Er strahte so viel Souveränität aus, dass ich um meinen Schlaf bangte.

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An der „EspressoProsa“ bin ich nicht vorbei gekommen. 53 to-go Geschichten warten noch auf mich wie ein guter Espresso an der Kaffeebar. Glücklich nenne ich nun ein Rezensionsexemplar mein.

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Besonders gefreut habe ich mich über die „edition naundob„. Nach einem herzlichen Gespräch gönnte ich mir den ersten Teil von „Olga und Marie“ und durfte mir ein inklusiv hergestelltes Goodie-Herz aussuchen. Ich entschied mich für Abenteuer.

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Am Stand von „Edition Pastorplatz“ unterhielt ich mich noch einmal angeregt mit der Autorin Claudia Mende. Ich konnte mich kaum losreißen. Aber die Türen sollten bald schließen…

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Ich wollte noch beim „Pünktchen Kinderbuchverlag“ berichten, dass meinem Tochterkind das Buch gefiel und dem Sohnemann aufgefallen war, dass sich jemand (das verrate ich jetzt nicht) auf den Buchseiten wiederfinden lässt.

Vorher blieb ich am Lächeln von Nora Gregory und am Buchtitel „WTF IST SCHON NORMAL“ hängen. Sympathisch. Angenehme Begegnung. Obwohl meine Kinder noch nicht im Alter der Protagonisten sind, passt nicht nur der Titel zu meinem Blog, sondern auch das Thema zu meiner Familie. Ich darf ein Rezensionsexemplar mein nennen und bin darüber sehr glücklich.

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Bevor ich mich um 18:00 Uhr auf den Heimweg machte, musste ich natürlich noch mit der großartigen (ja, das finde ich wirklich) Janet von Kinderbuchlesen.de reden. Müde waren wir beide.

Nach einer Abschiedsumarmung ging es für mich berauscht von den Worten, Büchern, Geschichten und Kontakten kurz nach 18:00 Uhr nach Hause.

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Schön war die BuchBerlin. Am Sonntag schwelgte ich in Erinnerungen und besah mir meine Buchschätze, Mitbringsel und die GoodieBag.

Vielen Dank an den Bücherzauber e.V., an die Beteiligten, an die Sponsoren, an die Lesenden, an die Schreibenden. Danke für die Einladung, für die Mühen, die Organisation und das ganze Drumherum.

Danke für eure Leseleidenschaft und Bücherliebe.

Anne

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1 Comment

  • Reply Sarah Kroschel 30. November 2017 at 8:44

    Der Sohn schwärmt immer noch vom Herrn Schreiberling und wie befürchtet heißt es hier nun ständig PIFFPAFFPUFF (oder so ähnlich) ^^ Das Bücherboot hätte ich gerne noch erlebt ^^
    Und den Sternenjungen hatte ich leider überhaupt nicht gefunden. Ich muss wohl blind gewesen sein, aber nun habe ich ja deinen Link 🙂

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