Lesezeit, Rezension

Lesezeit #11 – WTF – Ist schon normal? 

9. Januar 2018

(Vor)Lesemomente schätze ich sehr. Ein Buch zum Festhalten. Ein Grund zum Einkuscheln. Eine Anregung zum Denken und Fühlen.

Für die Kinder und mich schaue ich nach Büchern. Ich suche gezielt nach einem seitenstarken Mehrwert in den Bereichen „Miteinander“, „Vielfalt“, „Anderssein“ und „Ich-Sein“. Diese sammele ich in dieser Reihe namens „Lesezeit“.

Bei der BuchBerlin sprach mich das Lächeln von Nora Gregory, der Titel mit „Was ist schon normal“ – der so herrlich zu meinem Blog passt – und als Scheidungskind und in Trennung lebend auch das Thema des Buches an. Freudig nahm ich mein Rezensionsexemplar mit.

WTF – IST SCHON NORMAL ?

Nora Gregory • Book on Demand •

ab 12 Jahren

Für die Geschwister Rosa und Julius ändert sich ihr „normales“ Leben im besten Teenageralter. Die Eltern trennen sich. Es gibt von da an einen leeren Kühlschrank und den neuen Freund der Mutter. Dieser ist in der Flüchtlingshilfe aktiv und hat den Jungen Fadi bei sich aufgenommen.

Der 13-Jährige Julius ist ein begeisterter Anhänger des Rollenspiels „Dungeons und Dragons“, was zur Basis einer neuen Freundschaft wird mit einem Jungen, der ein vermeintliches „Arschlochkind“ ist. Die Betonung liegt auf vermeintlich.

Die 15-Jährige Rosa findet die Veränderung ätzend und erhält Beistand von ihrer Freundin Sarah. Bei den Recherchen für eine Hausarbeit lernt sie Jörg, den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter, kennen und ebenso Fadi, in den sie sich verliebt.

Abwechselnd können wir mit Rosa und Julius erleben, wie sich ihr Leben entwickelt, wie sich Ferienzeiten und das Leben des Vaters gestaltet, und wie sich die Ansichten und Empfindungen harmonisieren.

2018-01-09-07-01-2899099814.jpg

Ein bunter Strauß an Beziehungen – kam es mir in den Sinn. Eltern, die kein Paar mehr sein können. Langjährige Freundschaften und junge Liebe. Fadis Fluchterfahrung und die Beziehung zur eigenen Kultur. Neue Partner und Freunde. Familienbande.

Meine Kinder sind noch nicht im passenden Alter, um dieses Buch zu lesen.  Schade. Immerhin habe ich mich ebenfalls vom klassischen Familienmodel verabschiedet.

Das Jugendbuch jedenfalls thematisiert, dass Liebe kein starres Konstrukt ist. Sie kann sich verändern und jeder empfindet sie auf seine Weise. Es macht Mut, weil es eine Möglichkeit zeigt, wie das Leben trotz Veränderung „normal“ sein kann. Das selbstpublizierte Werk hätte sogar noch ein paar Seiten mehr haben können. Das Lesen hat Spaß gemacht.

Hier geht’s zur Buchseite der Autorin.

Mehr Lesezeiten-Bücher findet ihr hier und berichtet doch mal, was ihr so lest. Was sollte im vielfältigen Bücherschrank nicht fehlen?

Anne

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply kunterbunt79 10. Januar 2018 at 17:58

    wäre glaub was für uns

    • Reply Anne 12. Januar 2018 at 21:23

      ich kann es empfehlen

    Leave a Reply

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Schließen