Lesezeit, Veranstaltung, Werbung

Leipziger Buchmesse 2019

25. März 2019

subjektive Eindrücke bebildert und in diesen Zeilen zum Ausdruck gebracht unter anderem mit Links zu tollen Seiten und damit im Sinne der Transparenz: unbeauftragte Werbung.

Messeimpressionen

Lesen stärkt die Seele.“ sagte schon Voltaire und Kinderbücher machen sie bunter, tiefgründiger, fröhlicher und neugieriger, ergänze ich. Cornelia Funke meinte: „Nichts verscheucht böse Träume schneller als das Rascheln von bedrucktem Papier.“, und ich denke an den Trost, die Freude und Inspiration, die in einem Buch steckt. Und beschrieb Nathan Pine nicht, die Menschen mit einer Leidenschaft für das gedruckte Wort als kundig, wissbegierig und freundlich. Ein Besuch der Leipziger Buchmesse war damit unumgänglich.

Jedes Buch birgt und verbreitet seinen eigenen Zauber. Und je nach Vorliebe, Bedürfnis, Lebensthema können wir ein passendes Machwerk finden und zur Hand nehmen. Großartig, oder?

Ausschauhalten nach Neuem und Backlistschätze entdecken

Wusstet ihr, dass 2019 die Mondlandung fünfzig Jahre in der Vergangenheit liegt?

Alle Weltraumfans können sich zu diesem Jubiläum über mehr kosmischen Lesestoff freuen. Vom 360 Grad Verlag zum Beispiel, wo dann auch gleich mit passenden Büchern klar gemacht wird, dass Lesen großartig ist. Also lest. Und wir treffen uns dann auf dem Mond.

Ausdrucksstarke Cover stachen bei Thienemann-Esslinger hervor. Das Jugendbuch „Schamlos“ (Empfehlung ab 12 Jahren) zum Beispiel ist eines davon. Dank drei junger Frauen thematisiert es die muslimische Kultur, Erwartungen im Kontext der eigenen Identitätsbildung sowie Feminismus. Es lohnt sich übrigens das gesamte Cover ohne Banderole anzusehen.

Beim Tulipan Verlag sowie Klett Kinderbuch werden nicht nur schöne oder lustige Kinderbücher verlegt. Sondern auch solche, die es braucht. Wisst ihr, was ich meine?

Der Sohnemann und ich haben mit den „Strubbel“-Comics von Reprodukt eine Sache nur für uns zwei entdeckt. Er hegt seine zwei Bücher wie Schätze. Seine Schwester interessiert sich nämlich nicht dafür, was zu Exklusivität, Abgegrenztheit und Zweisamkeit führt. Ganz besonders für ihn. Und spaßig für uns zwei. Am Stand interessierte mich allerdings das Buch „Seifenblase“. Berührend. Bemerkenswert wie sich Genevieve Castree ausdrückt. Ich verarbeite ja immer noch meine Empfindungen zu „Ausgeliefert“.

Seit dem zauberhaften Buch „Welche Farbe hat ein Kuss?“ bin ich davon überzeugt, dass es bei Jumbo wahre Schätze zu entdecken gibt. Ich behalte Recht. Ich musste bei dem Titel „Geschwister“ herzlich schmunzeln. Die ältere Schwester zu sein, ist nicht leicht. Und wer wünscht sich nicht so einen Bücherberg?

Allgemein gab es einige Bücher, die Kindern ihre Rechte und die Vielfalt der Menschheit, Gefühle und Natur näher bringen wollen.

Natürlich gehen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht an der Bücherwelt vorbei. Inhaltlich. Wie in der Produktion. Ich freute mich über das Wiedersehen mit Matabooks.

Mein Blick blieb an „Ich wünschte/sollte/denke“ von mixtvison hängen. Die Gestaltung mit den transparenten Seiten ist ähnlich wie bei der Schneiderin des Nebels. Werke, die ich mir auf jeden Fall in Ruhe genauer ansehen möchte. Feinsinnig.

Die große Pippi Langstrumpf Begeisterung vom Tochterkind sprang über zum Möwenweg. Lesespaß. Grade zum Lesestart. Musste ich mal an dieser Stelle anmerken.

Obwohl auch die Raupe Nimmersatt jubiliert in diesem Jahr, ist mein persönlicher Favorit von Eric Carle das blaue Pferd. So jetzt ist es raus.

Und in beruflicher Hinsicht verweilte ich bei diesen Büchern. Kinder entdecken Kunst. Wissen für sie aufbereitet. Ich weiß noch nicht, ob ich sie praktikabel finde.

Mein Lichtspielherz hüpfte bei dusyma. So mit Hach und Seufz. Vielleicht auch etwas für eine schöne Leseatmosphäre Zuhause mit Spielfunktion – Da werde ich bestimmt drüber nachdenken.

Eigentlich wollte ich den Kinder ja etwas mitbringen. Bis auf Sticker gehen sie aber leer aus. Ich gönnte mir dafür etwas.

Und liebäugelte…

herzliche Buchmenschen

Obwohl die Messe gut besucht war, ungestörtes Schauen mitunter unmöglich war und es Gedränge gab, mag ich es, dass das Medium Buch sich solcher Beleibtheit erfreut. Wie bei einer Schatzsuche streiften die Menschen durch die Hallen. Spührnasen. Begeisterte Buchmacher*innen präsentierten mit Herzblut ihre Werke so wie Steffi von Biber&Butzemann oder die Zwei von Edition Pastorplatz. Wiedersehensfreude. Aber auch andernorts und eigentlich überall standen Menschen zusammen, blätterten und fachsimpelten.

Und mittendrin wuselte die bloggende Gilde, kritzelte Notizen und fotografierte.

Einen krönenden Abschluss des Tages hat mir dann Carlsen bescherrt. Es wurde zu Torte und Kaffee geladen. Ich glaube fast keiner hat sein Stück geschafft, obwohl grade der himbeerige Teil echt lecker war.

Mit dabei waren Tina Ruthe und Jasna Jagar, die aus ihrem gemeinsamen Buch „Wahnsinn! Mein erstes Jahr als Mama“ gelesen haben.

Humorvolle Anekdoten zweier Mütter, die authentisch und lustig von ihren persönlichen Erfahrungen aus dem ersten Jahr als Neu-Mama erzählen. Mit Vorher-Nachher-Vergleich, ein bisschen Rat, viel Augenzwinkern und Platz für eigene Eintragungen. Die Comiczeichnerin Johanna „Schlogger“ Baumann rundet das Ganzen noch mit viel (wahnsinnigem) Bildwitz ab.

Die Aufmachung insgesamt erinnert mich an eine Mädchenzeitschrift meiner Tocher. Auflistungen. Kreuzchen machen. Kurzweilige Geschichten. Kästchen mit Infos. Platz zum eigenen Ausfüllen. Lustige Illustrationen. Es lässt sich daher aber auch gut in Häppchen konsumieren, lesen bzw. hineinkritzeln, was dem mamadementen, müden Gehirn entgegenkommt bzw. wodurch es im Mamaalltag gut zur Hand genommen werden kann. Ein Buch mit Schmunzelgarantie. Ob es dann sogar Lachanfälle sind, hängt jedoch vom Lesenden ab.

Ein denkbares und passendes Geschenk zur Geburt und damit zur Begleitung im ersten Mamajahr, als „Herzlichen Glückwunsch. Du hast es geschafft!“- Geschenk zum ersten Geburtstag des Nachwuchses oder dann zum Zurückerinnern in späteren Jahren. Erschienen bei Lappan.

Stöbern und blättern, schlendern und schauen musste ich an diesem Tag auch nicht allein. Ich traf großartige Bücherfans, die sich genauso gerne wie ich auf Entdeckungstour begeben und mit Leidenschaft und Liebe Kinderbuchschätze lesen und vorstellen. So wie Jenny von Kinderchaos, Janet von Kinderbuchlesen.de, Anna von Kinderbuch-Detektive, Miri von Geschichtenwolke, Susanne von Familienbücherei und Steffi von Nur lesen ist schöner.

Auf dem Heimweg konnte ich mich dann noch mit Jessy austauschen. Wir hatten 2011 zusammen die Ausbildung zur Fachkraft für reggio-inspiriertes Lernen gemacht. Eindrücke gab es jede Menge und ihre Sicht und Freude über Kinderbücher sowie deren Nutzung im Kindergarten war spannend und so verging die Zeit schneller.

Ein inputreicher Tag. Sonnig. Lustig. Voller großartiger Illustrationen. Bewegender Geschichten. Lesespaß. Voller Gänge. Bücherrascheln. Neugier. Mit Torte. Gesprächen. Umarmungen. Neuen Informationen.

Ich freue mich auf die Leipziger Buchmesse 2020.

Anne

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