Lesezeit, Rezension

Lesezeit #12 – Tom und der Waldschrat 

16. Januar 2018

(Vor)Lesemomente schätze ich sehr. Ein Buch zum Festhalten. Ein Grund zum Einkuscheln. Eine Anregung zum Denken und Fühlen.

Für die Kinder und mich schaue ich nach Büchern. Ich suche gezielt nach einem seitenstarken Mehrwert in den Bereichen „Miteinander“, „Vielfalt“, „Anderssein“ und „Ich-Sein“. Diese sammele ich in dieser Reihe namens „Lesezeit“.

Auch bei der BuchBerlin bekam ich das folgende Buch als Rezensionsexemplar in die Hände.

Tom und der Waldschrat

Claudia Mende/ Mele Brink • Edition Pastorplatz

Wenig begeistert muss der neunjährige Tom mit seinen Eltern im Wald spazieren gehen. Er hat keinen Blick für seine Umgebung und auch nicht für seine Eltern, sodass er am Ende abends, weinend und allein auf einen Baumstumpf sitzt. Dort wird er vom Waldschrat gefunden, der ist ziemlich sauer auf die Riesenzweibeiner, weil sie den Wald mit Müll verschandeln.

aus dem Buch – Seite 21

Doch das Männlein hat Mitleid und so verbringt der Junge die Nacht an einem magischen Ort. Er kommt dabei mit vielen verschiedenen Tieren und ihren Problemen in Kontakt. Am nächsten Morgen können seine Eltern ihn wieder in die Arme schließen und Tom hat eine Idee, wie er den Tieren und dem Wald helfen kann. Es hat etwas mit Schaum vor dem Maul zu tun…

aus dem Buch – Seite 52

„Nur böse Menschen lassen ihren Müll überall liegen. Oder, Mama?“

Meine Tochter war erst so gar nicht angetan. Wie sich durch das Interesse des Sohnemannes herausstellte, lag das daran, dass der Waldschrat sie an den Berggeist von Schneeweißchen und Rosenrot erinnerte. Es gruselte sie.

Mein Sohnemann war neugierig. Er besah sich alles ganz genau. „Da ist ein Gesicht auf den Zehen“ amüsierte er sich zum Beispiel. Wir nahmen das Buch in Etappen zur Hand und mittlerweile fasse ich die Geschichte zusammen und lese nur einzelne Textstellen vor. Die Altersempfehlung von „ab 5 Jahren“ ist auf jeden Fall berechtigt.

Der Wald birgt viele Geheimnisse und die Menschen müssen besser auf ihn achten. Oder sich fernhalten. 

Wir senierten darüber, über Müll, deren Trennung und böse Menschen, die ihren Müll nicht richtig entsorgen. Für mich zählt dieses Buch deswegen auch ganz klar in die Kategorie „Miteinander“.

Bewusstsein entwickeln für seine Umwelt – grade für meine Großstadtkinder etwas nicht zu unterschätzendes.

im November bei der BuchBerlin

Das Werk von Claudia Mende mit Illustrationen von Mele Brink kommt im Format 25×19 und als Hardcover daher. Es wird uns noch eine Weile begleiten, weil es so märchenhaft für die Natur bzw. den Wald sensibilisiert.

Ich freue mich auf den nächsten ersten Waldspaziergang mit meinen Kindern und mehr von Tom und dem Waldschrat.

Weitere Lesezeiten hier und: Hast du eine Buchempfehlung?

Anne

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