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von Schrauben-Tier, Pop-up-Karten und dem Basteln mit den Händen

2. Oktober 2018

Komm, basteln wir. Eine großartige Aufforderung. Immerhin nehmen wir uns dann Zeit etwas zu erschaffen. Und genau dazu läd uns Antje von Stemm ein. Die Autorin und Illustratorin zeigt in ihrem neuen Buch „Basteln mit den Händen“ 19 Ruck-Zuck-Anleitungen, Basishandgriffe und Ideen, die sich wunderbar erweitern und individualisieren lassen. Sie hat sich überlegt, was Kindern Spaß machen könnte. Und ihr auch.

Bastel mit den Händen

Antje von Stemm * Carlsen * 2018

In dem Bastelbuch sind im vorderen Teil die Kinder-Seiten. Jede der Ideen umfasst 4 Seiten. Die Kinder sehen zuerst von den lustigen Händen, die auch auf dem Cover sind, präsentiert das Resultat nebst benötigten „Zutaten“. Umblättern und eine bebilderte Schritt für Schritt – Anleitung folgt. Keine Schrift. Ein bisschen barrierefrei und für die Selbstständigkeit der Kinder wirklich toll.

Im zweiten Teil folgen die Eltern-Seiten. Dort ist das benötigte Material nebst dem Vorgehen in Worte gefasst, Anwendungsbeispiele von Einladungskarten über Dekoideen sind aufgeführt und es gibt Hinweiskästchen, die Eltern Gesprächsanlässe vorschlagen und zusätzlich Kniffe verraten (z.B. Falls ihr Papierschiffchen schwimmen lassen wollt, könnt ihr den Rumpf mit geschmolzenen Kerzenresten bestreichen.).

Außerdem hat Antje von Stemm zu jeder Bastelidee ein kurzes Filmchen gedreht. Am Schreibtisch. Aber auch im Studio, welche dann bei der Maus und dem Elefanten liefen. Die wirklich kurzen und amüsanten Videos machen das Nachbasteln nochmal leichter. Zu jeder Idee wird der passende Link erwähnt. Zu finden auch HIER und HIER.

Am Freitag, den 28.9.18 fand ein Bloggertreffen mit der Buchmacherin und Carlsen statt. Dabei konnten wir die fleißigen Hände des Buches in Aktion sehen und verwandelten unsere eigenen.

Also basteln wir. Doch bevor es losgehen kann, brauchen wir zwei Assistenten. Unsere Hände werden dazu auserkoren und entsprechend präpariert. So sehen sie aus wie die Bastelbuchhände. Ein wundervoller Einstieg in eine gemeinsame Aktion und Zuhause, bei Kindergeburtstagen oder im Kindergarten anwendbar.

Ausprobiert: Pop-up-Karten

Beim Durchblättern fiel die Wahl der Tochter auf den Pop-up-Frosch. Den wollte sie machen. Sie bastelte und folgte der Anleitung. Doch der Effekt stellte sich einfach nicht ein. Stört keinen großen Geist. Sie improvisierte und fütterte am Ende ihren Igel.

Wie ließen uns von der Buchmacherin den Pop-up-Effekt nochmal erklären und siehe da, ein kleiner Handgriff (nach Innen falten) und schon war das Problem Geschichte. Diese Technik ist wirklich cool. So wenige Handgriffe und das Ergebnis ist bemerkenswert und spaßig.

Ausprobiert: Schrauben-Tier

Mir gefiel besonders der Schrauben-Elefant. Die Idee ist keine klassische Bastelei, erfordert aber eine gehörige Portion Geschick und lässt viel Raum für Fantasie. Das Bastelvideo dazu gefiel dem Sohnemann so gut, sodass wir diese Art der Legebilder ausprobierten. Bei uns entstand eine Katze. Ich mag das Entstehen und Verwerfen von Bildern. Es geht weniger um das fertige Produkt, viel mehr um das Schaffen, spart Materialen und lässt sich mit allerlei anderen Dingen erweitern. Passend zum Herbst holten wir Kastanien dazu. Und zum Beispiel entstand noch eine Blume.

Was ich denke

Basteln macht Spaß. Es schult die Handmotorik, Koordination und fördert die Konzentration. Da kommt so ein Buch als Inspiration sehr gelegen. Und ein weiteres Stichwort fällt mir dazu ein: Medienkompetenz. Eine nicht zu missachtende Fähigkeit. Die Videos sind hilfreich und können zum Beispiel auch in Kindergärten gezeigt werden. Das ist nah an der Lebensrealität der Kinder und kann sicher auch Bastelmuffel animieren. Schön ist auch, dass nach wenigen Handgriffen schon ein Effekt zusehen ist. Das motiviert.

Mir gefällt das Konzept aus Kinder-Seiten, Erwachsenen-Seiten und Videos. Nicht nur Schlecht-Wetter-Tage lassen sich damit produktiv gestalten. „Bastel mit den Händen“ mit seinen 19 simplen Anleitungen ist für Kinder ungefähr ab 3 Jahren, für Eltern und Erzieher_innen, die Anregungen suchen, und das Anschauen der liebevoll gestalteten und fröhlichen Seiten macht nicht weniger Spaß als die Bastelelei selbst. Wir jedenfalls hatten viel Freude beim Kennenlernen des Werks und Ausprobieren und an dem Nachmittag mit Antje von Stemm. Danke.

Meine Tochter fragte noch, ob die Hände nicht schmutzig werden… Werden sie. Aber wisst ihr was? Das macht nichts. Also los, komm, basteln wir.

Wie sieht es bei dir aus?

Bastelwillig oder Bastelmuffel?

Anne

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1 Comment

  • Reply Sarah Kroschel 2. Oktober 2018 at 9:17

    Hachja, früher hat der Große so gerne und viel gebastelt, das ist aber leider nun gar nicht mehr so. Allerdings hat die Pop Up Karte bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen und er fand schon zwei Anlässe sie nochmal zu basteln (auch wenn es ja eigentlich total uncool ist). Der Kleine rannte noch ewig mit seinem Frosch rum und zeigte ihn jeden. Mal sehen, ob da noch Hoffnung besteht 🙂

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