Anderssein, Kreativ&Küche, Werbung

Druckerzeugnisse aus Graspapier von matabooks

22. November 2018

„Riechen sie mal.“, werde ich lächelnd aufgefordert. Die Seiten eines Notizbuches fliegen surrend über eine Daumenkuppe. Wie bei einem Daumenkino. Und tatsächlich ich nahm einen Geruch wahr. Erdig.

Meine Hand strich über das vor mir liegende Notizbuch. Geruch und Optik lassen mich an ein Kornfeld denken. Obwohl die Illustrationen anderes zeigen…

Am Stand von matabooks beim Heldenmarkt am vergangenen Wochenende wurden Druckerzeugnisse aus Graspapier vorgestellt. Ich bin fasziniert. Viele andere Besucher auch.

Sonnengetrocknetes Heu und Altpapier werden weiterverarbeitet auf faire und nachhaltige Weise, erfahre ich.

Gras ist in Deutschland in großer Menge vorhanden und wächst nach. Die Herstellung ist energie- und wassersparsam. Und das Endprodukt kann später wieder recycelt werden.

Notizbücher, Postkarten und Lesezeichen sowie ein Kinderbuch und ein Roman gehören zum Programm. Eine spannende Sache sind auch die Cover aus Samenpapier. Diese können später kompostiert werden, sodass neue Pflanzen wachsen und blühen können.

erster Roman „Das Flüstern der Rebellion“ von Jungautorin Sophie Frohnauer

Der Name „Matabooks“ drückt den Respekt gegenüber „Mutter Natur“ aus. Das indische Wort „mata“ wird mit „Mutter“ übersetzt. Diesem Respekt ist es wohl geschuldet, dass bei den Produktionsprozessen auf die Ökobilanz und Nachhaltigkeit geachtet wird. Die Produkte sind frei von tierischen Bestandteilen. Kein Knochenmehl im Binderleim, keine organischen Farbstoffe und keine Einbände aus Tierhäuten.

Im Sinne der Ganzheitlichkeit fließt auch eine soziale Komponente in die Geschehnisse ein. Junge und kreative Menschen bekommen eine Chance und schreiben/ illustrieren für bzw. bei „matabooks“. Außerdem wird ein Teil des Erlöses jedes verkauften Buches gespendet. Z.B. an den „Anders Sehen e.V.“.

Ich frage mich, wie sehr wir daran gewöhnt sind, dass Papier weiß sein muss…

Die Kinder stört das dunklere Papier nicht. Mir persönlich gefällt, dass die Farben anders wirken. Genauso, dass ich nicht auf schwarze Schrift auf weißem Papier angewiesen bin.

Zuhause blättere ich durch mein neues Notizbuch. Die Nase in das Buch stecken, bekommt eine neue Bedeutung. Es riecht nach Heu. Und der Duft steigt jedes Mal auf, wenn die Seiten über die Daumenkuppe fliegen. Mir gefällt, dass kein cleanes Weiß darauf wartet „belebt“ zu werden. In den Seiten steckt schon „Leben“. Das ist zu fühlen. Eine Assoziation mit feinem Sand kommt mir in den Sinn. Sie passt zu Haptik und Optik.

Kürzlich fragte ich mich, warum wir Bücher lesen… Wie sie hergestellt werden, war für mich bisher nicht von Bedeutung. Zeit sich darüber Gedanken zu machen und auch den Papierverbrauch unter die Lupe zu nehmen.

Dieser Beitrag ist Werbung für eine sinnliche und sinnvolle Papieralternative. Mir wurde das Notizbuch als Art Rezensionsexemplar überlassen. Weil mich die Reaktion der Kinder interessierte, bekam ich noch Papier mit.

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