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DIE Blogfamilia 2019

23. Mai 2019

unbezahlte Werbung

Ereignisreich, schön, inspirierend, lustig, informativ, laut, herzlich, aufregend, sonnig, bewegend und berührend – DAS und noch so viel mehr war das Wochenende rund um die Familienbloggerkonferenz „Blogfamilia“ für mich. Aber von Anfang an…

am Freitagabend lud SZ Familie zum Themenabend ein

In einem Café in Berlins Mitte ging es parallel zum Thema der aktuellen Ausgabe „Klima retten jetzt“ um das Klimabewusstsein in Familien. Leidenschaftlich sprachen Milena Glimbovski (Gründerin „Original Unverpackt„) und SZ-Wissenschaftsredakteurin Marlene Weiß über den Klimaschutz. Die moderierte Diskussion regte zum Austausch an.

Foto geknipst von Susanne von nullpunktzwo

Ob von Retten überhaupt noch die Rede ist? Das Schlimmste verhindern, ist wohl das Ziel. Der Klimawandel bzw. Klimaschutz ist hier sonst eher kein Thema. Da bin ich bestimmt auch kein Paradebeispiel für. Ich könnte mir vielleicht auf die Schulter klopfen, weil ich eine Affinität für To-go-Becher aus Bambus habe. Oder kein Auto. Liegt zwar am mangelnden Geld und fehlenden Fahrkünsten. Aber macht ja nix.

Das Klima verändert sich. Nur nicht zum Guten. Menschen sind dafür verantwortlich und nur sie können dem durch ein nachhaltigeres Leben entgegenwirken. Das die Politik in der Verantwortung steht, ist logisch, aber der Einzelne (als Verbraucher) hat Einfluss auf den Klimaschutz. Das muss man sich bewusst machen.

Und – wie in meinem Fall – wohl aufmerksam die 33 Tipps und Informationen im Magazin nachlesen. Sowie beherzigen. Zur aktuellen Ausgabe.

SZ Familie feiert zweiten Geburtstag. Das 2in1 Magazin ist kein Wendeheft. Vielmehr lassen sich der Kinder- und Elternteil problemlos voneinander trennen. Ich habe das Zuhause ausprobiert.

„Eltern geben bei der Geburt ihren Verstand nicht ab.“ – dieser Satz blieb bei mir von den einleitenden Worten hängen. Und er spiegelt sich im Heft wieder. Keine Ratgeberthemen. Keine Modestrecken. Familienjournalismus.

An diesem Abend freute ich mich über die Begegnung mit Andrea von Runzelfüßchen, Susanne, Kerstin & das Chaos und Marlene Hellene. Einstimmung auf das Familientreffen am nächsten Tag.

am Samstag – die 5. Blogfamilia

Bevor ich mich tatsächlich auf den Weg zur Blogfamilia 2019 (ich bin tatsächlich das vierte Mal dabei) machte, flitzte ich noch schnell bei den Kindern vorbei. Sie waren angeschlagen und schlapp und konnten nicht mit. Der Papa warf seine Pläne über den Haufen und verbrachte den Tag mit den Zweien. Das Tochterkind war fürchterlich traurig. Sie hatte sich auf die Kinderbetreuung von betreut.de gefreut.

Allein fuhr ich also zum „Place to be“. Als ich aus der Tram ausstieg, überquerte grade Ju von Wheelymum mit ihrer Familie die Straße und das zeigt, wie großartig, mitfühlend und hilfsbereit diese Menschen aus Bloggerhausen sein können. Und wie sehr ich mich auf den Tag freute.

Programmpunkte mit inspirierendem Input

Was will ich meinen Kinder heute mit auf den Weg geben, wenn das morgen nicht mehr möglich wäre? – Sebastian Fitzek

Der Autor und Familienmensch hielt die Key Note nach der Begrüßung. Er sprach davon, dass fast alle großen Werke Familiengeschichten behandeln. Harry Potter. Star Wars. Schweigen der Lämmer. Sie brühren uns, weil wir wissen, dass die Familie das Wichtigste ist.

Bei seinem Buch „Seid Fische, die auf Bäume klettern“ widmet er sich den Fragen des Lebens, die sich mit Kindern verändern. Genau wie die Antworten. Sich festzulegen ist schwierig.

Jede Geschichte ist eine Reise. Manchmal auch im übertragenen Sinne. Aufbruch. Loslassen. Schauen, wohin es geht. Schreiben ist immer ein Ausdruck der Persönlichkeit. Das ruft Kritiker auf den Plan. Doch welche Intention verfolgen diese? Das sollten wir uns immer fragen. Wir müssen nicht wie Mikrowellen funktionieren. Schon gar nicht für andere.

Die Sorgen, die ich mir heute mache, haben keinen Einfluss auf das Morgen. – Nicole Staudinger

Nach der Mittagspause stand die Powerfrau auf der Bühne und sprach über Motivation. Sagte, dass es in Ordnung ist zu jammern, aber dann sollten wir das annehmen, was wir nicht ändern können und uns stattdessen fragen, was wir in der Hand haben…

Manchmal hilft ein Perspektivwechsel. Manchmal braucht es Menschen, die zu uns ins Loch kommen und uns die Sonne wieder zeigen. Manchmal müssen wir uns Unterstützung holen. Immer gilt es den eigenen Glücksweg zu finden.

Einen ihrer Tricks teilte sie mit uns. Wer laut mitsingt, kann sich keine Sorgen machen. Ausprobieren heißt es.

Jede Ausnahme ist eine Regel für sich. – Menerva Hammad

Die Bloggerin von „Hotel Mama“ fordert uns in ihrem Workshop auf, dass wir laut werden sollen gegen Vorurteile und Ausgrenzung. Sie weiß, wovon sie spricht als Frau, Mutter, Journalistin und kopftuchtragende Muslima. Eine Hass-Mail sowie weitere Hasskommentare ließt sie vor, regt eine Diskussion über den Umgang damit an. Ignorieren? Reagieren? Auch hier gilt: Verallgemeinerungen sind nicht sinnvoll.

Menerva setzt auf die Kinder. Plädiert für diversere Lehrerzimmer, die vorurteilsfreie Vorstellung von Kulturen und Religionen zum Beispiel im Ethikunterricht für alle und außerdem auf Begegnungsräume. Außerdem verweist sie auf den „ichbinhier e.v.“ für Maßnahmen zur Sensibilisierung bei Hass im Netz und zur Bestärkung gegen Hate Speech.

#GewaltfreieKindheit – Warum wir als Eltern im Netz laut werden können und sollten – Nora Imlau und Katharina Saalfrank

Die Autorinnen und Bindungsexpertinnen machen sich stark für ein gewaltfreies Aufwachsen von Kindern. Sie setzen dabei auf Informationen. Auf Dialog. Verweisen auf einen verantwortungs- und respektvollen Umgang, weil Grenzüberschreitungen Narben hinterlassen.

Sie plädieren dafür, dass wir laut werden im Netz. Unsere Stimme nutzen. Auch in dem wir andere unterstützen. Tolle Beiträge teilen. Ideen im Netz groß werden lassen.

Neues entdecken & kennenlernen – Dank an die Sponsoren

Ohne Sponsoren wäre so eine Veranstaltung nicht zu realisieren und auch in diesem Jahr präsentierten sich einige davon, um ins Gespräch zu kommen, vor Ort. Eine Art Marktplatz.

Kennengelernt habe ich zum Beispiel „lukas und lara auf tour„. Die zwei Kinder schicken monatlich (je nach Abo 3,6,9 oder 12 Monate lang) personalisierte Briefe von ihrer Weltreise, berichten von spannenden Erlebnissen sowie Sehenswürdigkeiten und schicken Mitbringsel.

Das Phaeno, ein Science Center in Wolfsburg, stellte sich vor. Die mitgebrachten Sachen wie Miniroboter oder die singenden Magnete überraschen, vesetzen in Erstaunen und wecken den Spielsinn sowie die Entdeckerlust.

Es konnte in Büchern von Verlagsgruppe Oetinger, Arena und Beltz geschmöckert werden. visitBerlin (habe ich als Berlinerin nie richtig wahrgenommen), der Bund der Freien Waldorfschulen und „ruben’s Shoes“ weckten mein Interesse.

Beim „Deutsches Kinderhilfswerk“ entdeckte ich Pixi-Hefte für den Kindergarten mit Methodikheften dazu. Eine Spieldecke von Tomy durfte ich zum Ende der Veranstaltung mitnehmen für das Elterncafé meiner Kita bzw. die krabbelnden Geschwisterkinder. Richtig toll.

Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen.

An diesem Tag freute ich mich über Begegnungen mit Katharina von Sonea Sonnenschein, der ich beim Torteanschneiden (standesgemäß zum Jubiläum) über die Schulter blickte, Jana von Patschehand, Julia von Unangespießt, Conny alias Bärchenmama, Caro von Einfach Carolin, Manon von Buchkinderblog und Anne von 22Monate.

Jenny von Kinderchaos bezeichnete mich, Sari von Heldenhaushalt, Janet von Kinderbuchlesen.de, Steffi von Biber&Butzemann unterwegs und Anna von Kinderbuch-Detektive als ihre Familie. Und es fühlte sich so treffend und verbunden an. Und es war besonders schön, dass sie einen bewegenden Gänsehautmoment mit mir geteilt haben.

Blogfamilia Award – tränenreiche Verleihung

über 100 Nominierungen. 10 Shortlist-Kandidatinnen. 6 Jury-Mitglieder. 4. Blogfamilia-Award. 900€ Preisgeld. 3. Laudatorinnen. 3 Preisträgerinnen. Neben Sassi von liniert-kariert und Nina aka Juramama bin ich eine der ausgezeichneten.

Ich hole kurz aus. Mein Blog, meine Stimme im Netz, ist nicht unbedingt reichweitenstark. Neben meinen zwei Kindern, der Organisation des Alltags als Eltern, die getrennt leben, Job, Haushalt und allen Herausforderungen, neben dem Bedürfnis, Dinge für mich zu tun, reicht meine zeitliche Ressource bzw. meine Kraft oft nicht aus, um sich dem Blog und allem Drumherum so zu widmen, wie ich es gern täte. Im März wollte ich aufhören. Als ich mit dem Gedanken spielte und bevor ich ihn aussprach, erreichte mich eine Nachricht. Ein Dank von einer Frau, die in der 22 SSW war und sich wegen meinem Blog&Buch gegen eine Abtreibung eines Mädchens mit UTS entschied. Und genau darum mache ich weiter.

Wegen dem Gefühl nichts zu schaffen, wegen Relevanzzweifeln und einfach, weil es schön ist, anerkannt zu werden, haben mich die Laudatioworte von Anna aka Berlinmittemom, die Rike von Nieselpriem vortrug, unglaublich berührt. Mir liefen die Tränen. Und ich bin sehr dankbar.

Meine 300€ Spende gehen an die blu:boks Berlin – die Selbstwert-Manufaktur für die kreative Workshoparbeit besonders mit den Bühnenkids. Ich hatte die Arbeit hier vorgestellt.

Wer Wertschätzung erfährt, angenommen wird, wie er ist, egal mit welcher Chromosomenzahl, sein musikalisches, schauspielerisches oder tänzerisches Potenzial entdecken und verfeiern kann, wird anders agieren als jemand der nicht be- oder geachtet wird und erfährt, dass es für ihn keinen Platz in dieser Gesellschaft gibt.

Und so freute ich mich einer Vertreterin der blu:boks einen großen Check zu überreichen.

Anschließend wurde angestoßen, fotografiert und geherzt. So schön. Abends besuchte ich die Kinder und freute mich, dass sie ebenfalls einen angenehmen Tag hatten.

Familiensonntag

Am Sonntag suchte ich im Goodiebag nach Mitbringseln für die Kinder, packte sie ein und machte mich auf zur Wohnung des Papa.

Wir freuten uns über das Wiedersehen. Das Tochterkind zusätzlich über eine Fee.

Der Sohnemann über die singenden Magnete.

Wir frühstückten auf dem Balkon. Und ich bin sehr froh, dass das so unkompliziert möglich ist.

„Wir sind ein Team.“, meinte der Papa am Samstag als ich ihm dankte und allein losfuhr. Mit dem Wort „Alleinerziehend“ hadere ich sowieso. Obwohl die Kinder einen Großteil der Woche bei mir leben, passt es nicht. „Getrennt erziehend“ bezeichnet unsere Situation ebenfalls nicht. Es klingt als würden wir gegeneinander arbeiten. In getrennte Richtungen. Dem ist aber nicht so.

„Teamerziehend“ sind wir. Wir ziehen an einem Strang. Das war ein Prozess. Das ist nicht immer leicht. Das bedeutet, dass wir in einem stetigen Austausch sind und freundlich miteinander umgehen.

Wir verbrachten den Tag draußen.

Zuhause bestaunten die Kinder die wunderschönen Blumen. Das Tochterkind meinte: „Wow. Die Blumen sind der Hammer.“. Ich stimme ihr zu. Und denke: „Wie das Wochenende.“.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken. Und feiere mit einer Verlosung. Schaut doch mal.

Anne

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2 Comments

  • Reply Sarah Kroschel 24. Mai 2019 at 12:08

    So wunderbar zusammen gefasst. Ich bin so glücklich, dass wir das alles so zusammen erlebt haben <3

    • Reply Anne 29. Mai 2019 at 22:44

      Das bin ich immer noch. Herzmoment.
      Bis bald

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